About me

Jennifer mit 4 Jahren
Jennifer mit 4 Jahren

Ich wurde am 9. Januar 1987 in München geboren und habe deutsch-philippinische Wurzeln. 

Wenn ich mich selbst in drei Worten kurz beschreiben müsste, würde ich sagen: optimistisch, stark und dankbar. Letzteres aus einem bestimmten Grund der mir erst nach vielen Jahren klar wurde.

 

Bereits im Mutterleib musste ich um mein Leben kämpfen. Ich bin ein sogenanntes Rhesus-Kind. Das heißt, ich wurde aufgrund einer Rhesusunterverträglichkeit, bei der ich gegen Antikörper im Blut meiner Mutter kämpfen musste, mit einer starken Gelbsucht geboren. Mein Leben hing an einem seidenen Faden und konnte nur durch einen kompletten Blutaustausch gerettet werden.

 

 

Jetzt erst Recht

 

Trotz der schlechten Prognosen für Rhesus-Kinder habe ich es geschafft zu leben. 

Auch wenn ich mich nicht bewusst daran erinnern kann, diese frühkindliche Erfahrung, dass das Leben wertvoll und nicht selbstverständlich ist, sitzt ganz tief.  

Das macht mich zu einem lebensbejahenden und dankbaren Menschen. Ich vertraue darauf, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert.  Egal was geschieht, es gelingt mir immer die positiven und schönen Dinge im Blick zu behalten.  

 

Von Bayern nach Mittelfranken

 

Nach nur einem Jahr in der bayrischen Landeshauptstadt gingen meine Eltern und ich nach Nürnberg, wo ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin. Meine Eltern ließen sich scheiden als ich 3 Jahre alt war. Ich blieb bei meinem Vater. Er und meine Oma zogen mich auf. Für meine Oma bin ich wie ihr eigenes Kind. Sie spielt eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben. Meine Kindheit war nicht einfach und ohne meine Oma wäre ich heute nicht da wo ich bin. Ich versuche ihr jeden Tag etwas zurückzugeben. Sie ist meine Heldin! 

 

Wo die Pferde versagen, schaffen es die Esel

 

Als "Mischlingskind" war ich nicht immer glücklich über mein Erscheinungsbild. Ich fühlte mich anders und es wäre mir nie in den Sinn gekommen auf eine große Bühne oder vor eine Kamera zu gehen. Erfahrungen mit Rassismus blieben leider auch nicht aus, was sich eher negativ auf mein Selbstbewusstsein ausgewirkt hat.  

 

In der ersten Klasse spielte ich mehr oder weniger freiwillig zum ersten Mal in einer Schulaufführung mit. Jedes Kind aus der Klasse bekam eine Rolle im Krippenspiel. 

Nicht nur, dass ich ohnehin schon Schwierigkeiten hatte mich den Blicken eines Publikums auszusetzen, nun musste ich auch noch ausgerechnet einen grauen Esel spielen. Mir war das damals ziemlich unangenehm. Heute sehe ich es etwas anders.

Die kleinen Mitglieder aus der Familie der Pferde mögen nicht ganz so attraktiv aussehen wie ihre Kollegen, dafür besitzen sie durchaus positive und liebenswerte Charaktereigenschaften, die ich auch bei mir finden kann. Esel sind z.B. freundlich, ruhig und haben ihren eigenen Kopf.

 

Zwischen den Welten

 

Mit 18 Jahren sprach mich ein Modelscout bei einem Open-Air-Konzert an. Sie reichte mir ihre Visitenkarte, die ich erst ein Jahr später zufällig wieder fand. Aus Neugier schickte ich ihr ein paar Fotos von mir und schloss daraufhin meinen ersten Modelvertrag ab. Es folgten Jobs für adidas und PUMA.

 

In meiner Brust schlugen nicht nur kulturell schon immer zwei Herzen. Auch beruflich gesehen habe ich zwei Bereiche - die mich interessierten - vereint.

 

Meine Vernunft brachte mich zunächst dazu eine bodenständige und solide Ausbildung im kaufmännischen Bereich zu machen. Schließlich wusste ich damals: es gibt seit Generationen einen Familienbetrieb und große Fußstapfen in die ich eines Tages treten würde.

 

In der Eventbranche hatte ich die Möglichkeit einerseits kaufmännische Kenntnisse zu erlangen und andererseits erste Erfahrungen in der Medienwelt zu sammeln.

 

Ich machte ein Praktikum in einer Eventagentur und absolvierte anschließend eine zweieinhalbjährige Ausbildung zur Eventkauffrau. Während dieser Zeit arbeitete ich hinter der Kamera im Bereich Aufnahmeleitung bei TV-Aufzeichnungen, sowie als Produktions- und Regieassistentin bei verschiedenen Event-Produktionen. Der Job lag mir und unterstrich meine Stärke, zielstrebig, selbständig und organisiert zu arbeiten sowie in stürmischen Momenten Ruhe zu bewahren.

 

Auch wenn mir mein Äußeres inzwischen einen Modelvertrag einbrachte, dauerte es noch etwas bis ich das nötige Selbstvertrauen für den Job vor der Kamera hatte. Nach dem Abschluss meiner Ausbildung im Jahr 2009 nahm ich meine Tätigkeit im Familienbetrieb auf und es gelang mir Stück für Stück die beiden Welten zu vereinen. Ein Jahr lang arbeitete ich intensiver als Model und schließlich auch als Darstellerin für Werbespots und Musikvideos.

 

Und dann kam Otto


2010 geschah dann etwas völlig Unerwartetes. Ich wurde für den Kinofilm „Otto’s Eleven“ in der Rolle "Ling Lu" besetzt und spielte 10 Drehtage neben den Stars der deutschen Comedy-Szene. Es war eine aufregende und interessante Zeit die mich einiges lehrte - vor allem über mich selbst.

 

Nun nehme ich seit 5 Jahren Schauspielunterricht und sammle stetig Erfahrungen bei Dreharbeiten zu verschiedenen Projekten. 

 

Auch die Arbeit hinter der Kamera macht mir nach wie vor viel Spaß.

2014 übernahm ich die Produktionsleitung für ein gemeinsames Kurzfilm-Projekt mit meinem Verlobten. Mehr dazu unter Rasse-Der Film

 

 

Abgesehen davon gehe ich natürlich mit Freude meinen Pflichten im Familienbetrieb nach und genieße es in beiden Welten zuhause zu sein.

 

 

Achtsamkeit und eine gesunde Lebensweise

 

Ich liebe japanisches, thailändisches, italienisches, chinesisches, indisches und deutsches Essen - vorausgesetzt es kommt ohne tierische Erzeugnisse aus. 

Seit 2014 ernähre ich mich vegan. Eigentlich wollte ich es nur mal ausprobieren, weil ich sowieso immer wenig Fleisch gegessen habe und ich Milch schon immer nicht so gut vertragen hatte. Die Umstellung auf vegane Ernährung hat mir im Bezug auf mein persönliches Wohlbefinden sehr viel gebracht.

 

Sport war auch schon immer ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Ich gehe mehrmals die Woche trainieren (Yoga, Fitness, Kampfsport).

 

Mental möchte ich mich auch immer weiterentwickeln und so interessiert mich das Gebiet "Persönlichkeitsentwicklung" seit Jahren. Ich interessiere mich sehr für Psychologie und Philosophie. Dazu poste ich immer wieder Artikel in meiner Blog-Rubrik "Spirit".

 

Mein kleiner Hund Snoopy hält mich natürlich auch ganz schön auf Trab. Er ist mein treuer Weggefährte und begleitet mich so viel es geht. Wir trainieren nach CumCane (Markertraining, Clickertraining). Ich lehne veraltete Trainingsmethoden, die auf Strafe basieren ab.

 

Für alle die noch mehr über meine Arbeit erfahren möchten:

Hier geht es zu meiner Sedcard und zu meiner Vita.


Lieblingszitat:
"Nicht weil die Dinge unerreichbar sind, wagen wir sie nicht. Weil wir sie nicht wagen, bleiben sie unerreichbar." 

( Lucius A. Seneca)