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5 Tips - Ein Hund zieht ein

Am 31.10.2015 feiern Snoopy und wir zum dritten Mal Jahrestag. 

Es war ein Halloweenabend der anderen Art. Während der Rest der Nachbarschaft auf Süßigkeitenjagd war, holten wir unseren Snoopy zu uns nach Hause. Mehr dazu in diesem Artikel.

 

Anlässlich unseres Jubiläums habe ich eine kleine Checkliste erstellt was mir damals alles durch den Kopf ging und was du alles beachten kannst, wenn dich ein Hund auf deinem Weg begleiten soll.

Die Anschaffung eines Tieres ist kein kleines Ereignis. Damit hinterher kein böses Erwachen folgt braucht es ein wenig Vorbereitung. Schließlich wird ein Hund schon mal 18 Jahre alt. Anders als bei einer Katze, die selbständig Gassi geht, braucht ein Hund auch mehr Aufmerksamkeit. Bei genauer Betrachtung kommt man vielleicht auch zu dem Schluss, dass ein Hund als Haustier vielleicht gar nicht das Richtige ist. Das heißt also bevor man sich konkret für einen Hund entscheidet, gilt es ein paar Fragen zu klären. Hier ein paar Anregungen:

 

Tip 1 Wichtige Fragen klären (bevor die Entscheidung für einen Hund fällt)

 

  1. Wer trägt die Hauptverantwortung für das Tier? (Egal wie sehr die Kinder oder der Partner beteuern auch mit dem Hund rauszugehen, in den meisten Fällen bleibt die meiste Arbeit doch an einem selbst, meistens der Dame des Hauses, hängen :)
  2. Wer kann sich um das Tier kümmern, wenn der Hauptverantwortliche z.B. bei Krankheit, Urlaubsreise verhindert ist?
  3. Wo ist der Hund wenn ich arbeiten muss? Kann er mit zum Arbeitsplatz?
  4. Kann ich mir die Haltung leisten? (Futter, Hundesitter, Versicherung, Steuer, evtl. Medizin, Hundeschule, Pflege,...Neben der Anschaffung kostet ein Hund ca. 1.000,00 €/Jahr, ein Hund kann 18 Jahre alt werden)
  5. Was steht im Mietvertrag zum Thema Tierhaltung?

Wenn diese Fragen soweit geklärt sind und da erst einmal nichts gegen eine Anschaffung spricht

kann man sich mit weiteren Fragen beschäftigen.

  1. Welche Hunderasse passt zu mir und meinem Alltag? (Hunde die uns optisch gut gefallen, passen aufgrund ihrer Bedürfnisse nicht zwangsläufig in unser Leben. Hier empfiehlt sich ganz realistisch nachzuhaken welche Bedürfnisse hat die jeweilige Rasse und kann ich das dem Tier 15 Jahre und mehr wirklich bieten?)
  2. Soll es ein Weibchen oder ein Männchen sein?
  3. Woher soll der Hund kommen? Züchter, Tierheim, Tierschutz?
  4. Wie alt soll der Hund sein? Welpe, Erwachsen oder Senior?
  5. Möchte ich einen Rassehund oder einen Mischling?

Nachdem du dich ein paar Wochen, und so lange solltest du dich Minimum vor der Anschaffung mit dem Thema befassen, mit allen Fragen beschäftigt hast und du nun weißt welche Art von Hund dein Leben bereichern soll, kannst du dich nun auf den Einzug deines Vierbeiners freuen.

 

Tip 2 Zuhause "Hundesicher" machen

Egal ob du nun einen erwachsenen Hund oder einen Welpen zu dir holst, am besten du gehst auf Nummer Sicher und versteckst alle Schuhe, Kabel und was man sonst anknabbern könnte.

Der Haussegen hängt schnell schief, wenn die Fellnase die teuren Lieblingstreter in der Mangel hatte.

Abgesehen davon geht es vor allem um die Sicherheit des Hundes. Manche Hunde verschlucken alles mögliche wie ein Staubsauger und das kann lebensgefährlich sein.

Auch für den Hund giftige Pflanzen sollten unbedingt außer Reichweite gebracht werden.

 

Tip 3 Regeln aufstellen

Solltest du nicht alleine leben, halte Absprachen mit deinem Partner, deinem Mitbewohner oder deiner Familie was der Hund darf und was nicht. Darf er aufs Sofa, ins Bett aus der Kloschüssel trinken? Wenn es darüber Unklarheiten gibt, kann das zu Streitigkeiten unter den Menschen führen.

 

Tip 4 Hundeschule

Ich treffe häufig Leute die sagen: "Ich habe seit 30 Jahren Hunde, ich brauche keine Hundeschule." oder "Ich bin mit Hunden aufgewachsen, ich kenn mich da aus!"

 

Oh wie oft ich schon erlebt habe, wie Unrecht die Menschen haben. Natürlich spreche ich einem erfahrenen Hundehalter nicht ab, dass er schon einiges über Hunde weiß, aber leider sagt es nichts über die Qualität seines Wissens aus. Man kann auch 30 Jahre etwas falsch machen und bemerkt es gar nicht. Auch ich bin mit Hunden aufgewachsen und kann auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen, aber jeder Hund ist anders und man lernt einfach nie aus!

 

Deswegen kann ich jedem, egal ob Neuhundehalter oder Alter Hase nur wärmstens empfehlen eine gute Hundeschule zu besuchen. Ich arbeite mit Snoopy nach CumCane. Dieses Training basiert auf dem neuesten Stand der Verhaltensforschung, funktioniert mit Hilfe positiver Verstärkung (Markertraining) und braucht keine aversiven Methoden (Verhalten Hemmen, Drohgebärden, Verhalten bestrafen durch Klapperdosen, Zischgeräusche, Leinenruck, Zwicken, AlphaWurf etc.). Inzwischen gibt es in ganz Deutschland schon viele Trainer und Trainerinnen die nach CumCane ausgebildet sind.

Bitte meide Hundeschulen die mit veralteten Methoden arbeiten. Jeder der in seinem Verein ein paar Kurse besucht hat, kann sich Hundetrainer nennen. Der Beruf ist nicht geschützt, daher gibt es qualitativ drastische Unterschiede. Die Ausbildung zum Hundetrainer nach CumCane dauert mehrere Jahre.

 

Tip 5 Ernährung

Überlege dir wie du deinen Hund ernähren möchtest. Wie bei uns Menschen trägt die Ernährung maßgeblich zur Gesundheit bei. Viele Hundehalter versuchen da vielleicht zu sparen und greifen zu Billig-Hundenahrung. Die ist jedoch aus einem bestimmten Grund so billig. Oft werden in billiger Hundenahrung z.B. nur Abfallprodukte aus der Fleischindustrie verarbeitet.

 

Im Grunde musst du dir überlegen was dir die Gesundheit deines Hundes wert ist. Als nächstes musst du dich fragen Trockennahrung, Nassfutter, Barf, selbst kochen - es gibt da mehrere Möglichkeiten und viel Information im Internet. Bei Fertignahrung musst du auf die Inhaltsangaben Acht geben. Hundenahrung sollte grundsätzlich ohne Zucker auskommen. Wenn auf der Zutatenliste auf den ersten Plätzen Zucker steht, kannst du die Finger gleich davon lassen. Zucker schadet den Zähnen des Hundes genau wie unseren Zähnen. Nur, dass wir unsere Zähne regelmäßig putzen und zum Zahnarzt gehen. Natürlich kann der Tierarzt die Zähne des Hundes behandeln, aber das geht meist nicht ohne Narkose und ist eine kostspielige Angelegenheit. Was also viele Hundehalter sparen wollen, können Sie hinterher auf das Konto des Tierarztes überweisen.

Um die Ernährung an die Bedürfnisse des Hundes anzupassen wäre es natürlich nicht verkehrt sich zu informieren welche Nährstoffe dein Hund braucht.

 

 

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Überblick verschaffen was man alles zum Thema Hundeanschaffung beherzigen sollte. Ich bin erfahrene und interessierte Hundehalterin und ich bin mit Hunden aufgewachsen. Das alles macht mich aber zu keiner Hundeexpertin. Wenn ich etwas vergessen haben sollte oder es einfach aus Unwissenheit nicht erwähnt habe, freue ich mich natürlich über Kommentare und Feedback.

Ich wünsche dir viel Freude mit deinem neuen Wegbegleiter. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit dem Einzug eines Hundes ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der für mich nicht wunderbarer sein könnte.

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