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Eine Nacht in fremden Betten oder 24-Stunden-Blitzaufenthalt in Berlin

Berlin Randoms
Berlin Randoms
Anlässlich eines Filmcastings für einen Spielfilm machte ich mich gemeinsam mit Mann und Hund bei bestem Autobahnwetter auf den Weg in die Hauptstadt. Wir verbinden solche Termine nach Möglichkeit gerne und machen häufig gemeinsame Kurztrips daraus. Dieser Kurztrip macht seinem Namen alle Ehre, denn wir hatten nur 24 h Zeit und haben diese optimal genutzt ohne dass es in Freizeitstress ausartete.
Und was soll ich sagen? Einen schöneren Berlinkurzaufenthalt kann ich mir nicht denken. Aber von Anfang an:

airbnb
Kurzfristig eine günstige Unterkunft zu finden war anfangs gar nicht so einfach und so bin ich auf das Portal airbnb gestoßen. Dort findet man weltweit private Zimmer oder auch Wohnungen und Häuser in verschiedenen Preisklassen, sodass für jeden Geldbeutel und Anspruch etwas dabei ist. Jeder Gastgeber hat ein Profil und so hat man schon im Vorfeld einen Eindruck von der Bleibe und seinem Besitzer. Viele Anbieter sind schon sehr professionell und man kann mit Hilfe der Bewertungen auch auf die Qualität der Unterkunft schließen. Auch als Gast legt man ein Profil an, damit der Gastgeber andersrum auch einen ersten Eindruck gewinnt. Großes Glück hatten wir damit, dass unser Vierbeiner willkommen war. Hundebesitzer wissen wie schwierig es manchmal sein kann mit Hund zu verreisen. Ein Hostel wäre natürlich auch eine günstige Alternative gewesen, aber ich fand keines in dem Zeitraum das preislich mithalten konnte oder das Haustiere erlaubte.
Fazit: Über airbnb lernt man neue Menschen kennen, ist mitten im Geschehen und lebt für kurze Zeit wie ein echter Berliner, Kölner, Pariser oder wo auch immer man sich befindet. Als großen Vorteil empfinde ich vor allem, dass man für wenig Geld ein vorübergehendes Zuhause hat, je nach Angebot sogar inklusive Frühstück.
Ich war zunächst schon sehr gespannt und vielleicht sogar ein wenig skeptisch was da auf einen zukommt, aber das verflog ganz schnell als uns die sympathische Gastgeberin empfangen hat. Nach einem kurzen Kennenlernen hatten wir eine geräumige, helle und schöne Wohnung mit echtem Holzdielenboden - typisch für Berlin - ganz für uns. Als Gastgeber muss man schon viel Vertrauen haben, schließlich befinden sich Fremde in den eigenen vier Wänden, aber in Städten wie Berlin ist es Gang und Gäbe für Studenten auf diesem Weg die Haushaltskasse aufzubessern.
Ich habe diese Art der "Hotel"buchung zum ersten Mal genutzt und werde beim nächsten Städtetrip bestimmt wieder darauf zurückkommen. 
Sicher kann man damit auch mal Pech haben, aber das kann einem auch mit jeder anderen Unterkunft passieren. Unterm Strich: Wirklich empfehlenswert.

Filmcasting
Am nächsten Tag ging es zum Casting für einen Spielfilm in Berlins Mitte. Ort des Geschehens war ein Raum bei "Vielfalter Yoga&Lifestyle". Dort gibt es ein Yoga Ashram, also einen religiösen Ort für Yogis die dort auch beherbergt werden. Interessant, dass gerade in einer lauten und schnellen Großstadt wie Berlin ein Ort der Meditation und Spiritualität für Hindus und Yogis zu finden ist. Womöglich nötig um das Gleichgewicht aus Hektik und Ruhe zu bewahren.
Vielen Dank an mein Management SAM für die Möglichkeit und an Simon und Marc für die Einladung. Jetzt heißt es Daumen drücken und auf die Zusage warten.

Pan Restaurant
Zufrieden mit meiner Leistung ging es nach dem Vorsprechen endlich zu unserem Lieblingsrestaurant in dem es extrem leckere philippinische Gerichte gibt. Für mich als Halbfilipina natürlich ein Vergnügen. Die Rede ist vom Pan Restaurant in der Marienburger Straße 38 im Stadtteil Prenzlauer Berg. Prenzlberg ist mir super sympathisch! Die Leute sind hier irgendwie noch netter, noch positiver, noch offener und hilfsbereiter als ich es eh schon von Berlin kennengelernt habe. 

Witzigster Moment: Wir saßen außen an der Straße, von dort kann man sehr gut das Geschehen und die Leute beobachten, was irgendwie echt Spaß macht. In einigen Metern Entfernung entdeckte ich einen ziemlich lässig gekleideten Mann mit Sonnenbrille und ich war mir sofort sicher wer dieser Mann hinter der Sonnenbrille war. Schließlich neben einer coolen Cap sein Markenzeichen. Und gerade in einem angesagten Viertel erschien mir das als völlig plausibel dort einen Promi zu treffen. Er schob jedenfalls einen Kinderwagen vor sich her und war in Begleitung seiner ebenfalls echt lässigen Frau. Während der nächsten Minuten, die es dauerte bis die kleine Familie vorbei spazierte, wurde ich mir dann trotz Kontaktlinsen doch zunehmend unsicher ob es sich tatsächlich um einen der bekanntesten Musiker Deutschlands handeln könnte. Bis zu diesem Moment als er zwei Worte an seine Frau richtete und der Fall klar war. Diese Stimme ist einfach unverkennbar und sie gehörte zu dem früheren Absoluten Beginner Jan Delay. 
Mich wundert es nicht, dass man sich auch als Promi in Prenzlauerberg wohl fühlt und es spricht für die Gegend, dass man dort als Celebrity so entspannt einen Nachmittagsspaziergang machen kann.

Veganz
Leider wurde es immer später, wir hatten noch 4,5 Stunden Rückfahrt vor uns und mussten uns daher leider wieder verabschieden, da ich am nächsten Tag für ein Shooting wieder in Nürnberg sein musste. Bevor es jedoch auf die Autobahn ging musste ich im gleichen Stadtteil (ein weiterer Pluspunkt für den Prenzlberg) noch unbedingt bei Veganz vorbeischauen. Der ersten Supermarktkette in Europa für vegane Produkte. Dort findet man natürlich alles was den Veganer glücklich macht. Ich hoffe, dass es Veganz ganz bald auch in Nürnberg gibt! 

Berlin, vielen Dank für den qualitativ hochwertigen und wertvollen 24-Stunden-Blitzaufenthalt!
😋

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